3 May
.
von
Carina
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Job-Anzeigen auf Instagram? Inspiration und Tipps

Auch fürs Recruiting werden Instagram & Co. immer beliebter. Auch für Sie? Dann kommen hier ein paar Beispiele und Tipps!

Werbeanzeigen auf Social Media Plattformen gehören längst zum Marketing Repertoire, um Produkte erfolgreich zu vermarkten – aber auch fürs Recruiting werden Instagram & Co. immer beliebter. Kein Wunder: Viele Millionen Menschen, vor allem die Generation Z und Millennials, sind hier nahezu Tag und Nacht unterwegs und lassen sich direkt ansprechen. Auch dann, wenn sich Talente gerade nicht aktiv auf Jobsuche befinden oder zumindest gerade nicht auf den typischen Jobbörsen unterwegs sind. Mit einem Klick auf die Anzeige bei Instagram werden die Talente direkt auf die eigene Karriereseite und zum Bewerbungsformular geschickt. Falls Sie auch schon länger mit dem Gedanken spielen, Ihre Jobanzeigen oder die nächste Employer Branding Kampagne auf Instagram auszuspielen, dann sollten Sie unbedingt weiterlesen! Wir haben für Sie ein bisschen Inspiration (plus: unsere Lieblings-Tools) gesammelt, damit es auch dann mit Ihren Social Media Jobanzeigen klappt.

Instagram – die Basics

Laut der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie sind die Userzahlen von Instagram weiterhin gestiegen und die Plattform verzeichnet täglich rund 11 Mio. aktive Nutzer:innen. Dabei ist sie besonders bei Generation Z, Generation Y sowie Millennials beliebt. In Deutschland sind rund 80% der 16- bis 29-jährigen bei Instagram angemeldet, in der Altersgruppe der 30- bis 39-jährigen sind es über 60%. Im Gegensatz zur klassischen Stellenanzeige und auch zu anderen Social Media Plattformen wie Twitter oder auch LinkedIn liegt der Fokus von Instagram stark auf visuellen Inhalten. Menschen und Marken teilen ihre Inhalte in Posts, Stories oder Reels. Auch immer mehr Unternehmen nutzen diese Formate, um sich als attraktive Arbeitgebermarke darzustellen und gezielt auf einzelne Jobangebote aufmerksam zu machen. Dazu nutzen Unternehmen insbesondere Werbeformate (wie zum Beispiel sponsored Stories oder sponsored Posts), mit denen sich Inhalte gezielt an die gewünschten Zielgruppen aussteuern lassen.

Job-Anzeigen bei Instagram: Drei Top-Beispiele

Employer Branding-Kampagne oder konkrete Job-Anzeige? Beides ist bei Instagram möglich und viele Unternehmen bauen ihre Arbeitgeber auch aktiv über ihren Instagram Feed aus, zum Beispiel indem sie Einblicke in die alltägliche Arbeitswelt geben. Unabhängig von der eigenen Followerschaft können über gekaufte Werbeanzeigen viele weitere Menschen erreicht und ganz spezielle Zielgruppen mit relevanten Jobanzeigen angesprochen werden. Ob diese “sponsored Stories” oder “sponsored Posts” zusätzlich im regulären Feed des Unternehmens auftauchen, kann individuell festgelegt werden. Wie unterschiedlich solche Werbeanzeigen für Jobs letztendlich aussehen können – und welche Gemeinsamkeit sie alle haben, das sehen Sie in unseren folgenden Beispielen.

Beispiel 1: Die Trilogie 

Besonders die Instagram Stories eignen sich hervorragend für Jobanzeigen. Sie können entweder in einem einzelnen Story-Frame abgebildet oder auf mehrere aufgeteilt werden, wie uns das folgende gelungene Beispiel zeigt.

Quelle: Screenshots via Instagram, Anzeige von heyflow 

Schlicht und ergreifend: Die Anzeige von heyflow macht vor, wie es geht. Im ersten Story-Frame erzeugt eine Überschrift Aufmerksamkeit und macht neugierig, im zweiten werden einige attraktive Benefits für zukünftige Talente hervorgehoben und im dritten geht’s schließlich zur konkreten Stellenanzeige, die man über den “Jetzt bewerben”-Button per swipe-up erreicht. 

Beispiel 2: Die One Shot Wonder 

Dass es auch in einer Story funktionieren kann, eine gelungene Story-Anzeige zu erstellen, zeigen die folgenden Beispiele:

Quelle: Screenshots via Instagram, Anzeigen von Hochbahn, Fox Worx, OM Medien (v.l.n.r.) 

Eine Story-Karte bleibt zehn Sekunden lang stehen, bevor den Instagram-Nutzer:innen automatisch die nächste Story angezeigt wird. Für die Werbeanzeigen heißt das auch als Faustregel, dass alle Inhalte in diesen zehn Sekunden möglich ohne Stress scannbar sind. Eine große Headline, ein paar Stichworte und ein Call-to-Action Button mit deutlicher Aufforderung – viel mehr sollte es nicht sein bei einer Story-Anzeige mit nur einer Karte.

Beispiel 3: Die Bewegten

Fast noch besser und ebenfalls mit nur einem 10-sekündigen Story-Frame lassen sich Anzeigen mit Bewegtbild erstellen. Klarer Vorteil: Auch mit einem Bild ist es möglich zu zeigen, dass etwas passiert. Der Nachteil: Sie brauchen gutes Video-Material, das im besten Fall auch bei Ihnen im Office erstellt wurde oder das wirklich zu Ihrem Unternehmen passt. Die Recherche nach geeignetem Video-Stockmaterial gestaltet sich da deutlich schwieriger als die Suche nach passenden Bildern. Falls Sie jedoch schon vorhandenes Material haben – zum Beispiel vom letzten Image-Video des Unternehmens – nutzen Sie das unbedingt! Nur bitte daran denken, dass es die Talente in der kurzen Zeit auch nicht visuell überfordern sollte. In unserem folgenden Beispiel geht es zwar nicht um ein Jobangebot, sondern um ein Fortbildungs- bzw. Coaching-Angebot, das Prinzip könnte jedoch dasselbe für eine Jobanzeige sein. Von der Frage nach dem nächsten Schritt bis hin zum Swipe-up mit “Weiteren Informationen”. 

Quelle: Screenshots via Instagram, Anzeige von why-lab

Beispiel 4: Werbeanzeigen für Jobs im Instagram-Feed

Nicht nur in den Instagram-Storys, sondern auch im Feed werden den Nutzer:innen beim Scrollen Anzeigen ausgespielt. Der Aufbau ist dabei ganz ähnlich wie bei den Story-Ads mit nur einer Karte. Kurz auf den Punkt gebracht, eine möglichst ansprechende und klare Headline, visuell ansprechend gestaltet und ein aussagekräftiger Call-to-Action wie “Jetzt bewerben” oder “Mehr Infos”. Und so kann es aussehen:

Quelle: Screenshots via Instagram, Anzeigen von agentur_halma, man_karriere, schokoredaktion

Zusammenfassung

Egal ob Azubi-Recruiting oder Jobanzeigen für Talente, die schon mitten im Arbeitsleben stehen. Wie überall macht der Ton die Musik für die Zielgruppenansprache. Auf der visuellen Ebene halten sich fast alle an einige ungeschriebene Regeln, die Sie als Inspiration für eure nächste Kampagne ebenfalls nutzen können:

  • Aufmerksamkeit gewinnen: Mit einer großen Headline, die die Zielgruppe anspricht.
  • Visuelle Gestaltung: Passende Bilder (wie beispielsweise das Bild des Azubis) oder alternativ Grafiken und Illustrationen nutzen.
  • (Optional) Benefits und Infos auflisten: Im Idealfall wird direkt klar, welche Vorteile ein Job in eurem Unternehmen für die Talente bietet. In der mehrteiligen Story aus dem ersten Beispiel (heyflow) ist dafür natürlich mehr Platz, aber auch Fox Worx schafft es, unterhalb des Bildes noch ein paar Stichworte aufzulisten.
  • Klarer Absender: Logo, Unternehmens-Farben und -Schriftarten wählen! So entsteht kein visueller Bruch, wenn Talente dem Link folgen und eure Karriereseite besuchen. Es erhöht im schlimmsten Fall die Absprungrate, wenn Talente das Gefühl haben, nicht auf der richtigen Seite gelandet zu sein und sie sofort wieder verlassen.

Extra-Tipps: Die nächsten Schritte

Wie heißt es doch so schön? Gut inspiriert ist halb umgesetzt – oder so ähnlich. Im Grunde könnte es jetzt losgehen mit der Gestaltung der eigenen Social Media Recruiting-Kampagne, wäre da nicht das kleine Problem, dass das Design-Team vielleicht gerade keine Zeit hat, um die Anzeigen für Sie zu gestalten. In dem Fall sollten Sie unbedingt einmal folgende Online-Tools und Plattformen angucken, die kostenlos oder auch für kleines Testbudget darauf warten, von Ihnen entdeckt zu werden:

Canva: Online-Design per Drag & Drop

Auch, wenn manche Design-Profis bei Canva mit den Augen rollen – das Tool ist für viele Anwender:innen (die nicht vom Fach sind) einfach unschlagbar praktisch und bietet nicht nur eine Vielzahl an Design-Vorlagen für jedweden Zweck, sondern hat auch die passenden Formate für ungefähr alle Plattformen parat, die es gibt. Schauen Sie sich das unbedingt einmal an: www.canva.com 

Hochwertige Stockphotos für eure Anzeigen 

Mittlerweile gibt es mehrere Plattformen, auf denen Sie kostenlose hochwertige Bilder finden, die Sie für Ihre Designs nutzen könnt. Die beiden wohl bekanntesten und beliebtesten sind Unsplash und Pexels.

Der Vorteil: Tolle Bilder, große Auswahl, hochwertige Qualität. Der Nachteil: Hier gucken natürlich auch andere und das eine oder andere Bild wird Ihnen bestimmt bekannt vorkommen. Wer bereit ist, etwas Geld in die Hand zu nehmen, kann beispielsweise mit einem Abo bei Adobe Stock für rund 30€ monatlich zehn Bilder pro Monat herunterladen. 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erstellen Ihrer Job-Anzeigen für Instagram und hoffen, Sie gehen jetzt mit ordentlich Inspiration im Gepäck aus der Lektüre des Artikels heraus. Und lassen Sie uns natürlich gerne wissen, ob Sie noch mehr zu dem Thema lesen würden!