5 May
von
Carina
5
Min
Lesezeit

Was Recruiter:innen von Bett1.de über digitales Job-Marketing lernen können

Ein Überblick zum digitalen Job-Marketing von Bett1.de

Wann haben Sie das letzte mal etwas online gekauft?

Lange ist es wahrscheinlich nicht her. 85,7 % der Deutschen kauft mehr als einmal im Monat online ein. Kein Wunder, dass die Köpfe hinter erfolgreichen Online-Shops wahre Expert:innen darin sind, ihre  Kund:innen direkt zu passenden Produkten zu führen und ihre Angebote so attraktiv darzustellen, dass man direkt zugreift.  

Bei talentsconnect glauben wir daran, dass gerade Recruiter:innen viel von erfolgreichen Online-Shops lernen können. Denn auch beim Online-Recruiting kommt es darauf an, Kandidat:innen attraktive Jobangebote zu machen, die sie möglichst direkt  zu einer Online-Bewerbung motivieren. 

In diesem Blogpost schauen wir uns daher den erfolgreichen Online-Händler Bett1.de an und vergleichen den Kaufprozess für eine Matratze mit dem Entscheidungsprozess für einen neuen Job. Auf den ersten Blick klingt das danach, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Vertrauen Sie uns: Der Vergleich von E-Commerce und Online-Recruiting wird verändern, wie Sie über Ihr digitales Recruiting nachdenken.

1. Der Kaufprozess für eine Matratze

Schauen wir uns zunächst den Kaufprozess für eine Bett1.de Matratze an. Im folgenden Schaubild haben wir den vereinfacht dargestellt:

Grundsätzlich haben Käufer:innen zwei Wege um zu einer Bett1-Matratze zu gelangen: Entweder besuchen sie, von der (aufmerksamkeitsstarken) Werbung aktiviert,  direkt den Online-Shop des Unternehmens. Oder sie starten ihre Suche bei Google und landen nach dem Klick auf die Suchanzeige direkt auf der Produktseite.

Hier, auf der Produktseite, finden Käufer:innen alle nötigen Informationen attraktiv und übersichtlich aufbereitet und können ihre neue Matratze ganz einfach mit wenigen Klicks bestellen. 

Eigene Werbung, bei Google gefunden werden, sowie ein eigener Online-Shop mit einfachem Check-out: Das sind die wichtigsten Zutaten für ein erfolgreiches E-Commerce Business.

Dabei richten E-Commerce-Unternehmen einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit darauf,  die Performance ihres Online-Shops kontinuierlich zu steigern. Schließlich wollen sie möglichst viele Besucher:innen zum Kauf bewegen. 

Um Besucher:innen zu überzeugen, helfen z. B. umfassende Produktdarstellungen, Videos, Bilder, Testimonials und natürlich ein reibungsloser Kaufprozess. 

Die wichtigste Kennzahl, um die Performance des eigenen Online-Shops zu messen, ist dabei die sogenannte Conversion Rate. Sie gibt an, wieviele Prozent der Online-Shop-Besucher:innen tatsächlich kaufen. Je größer die Conversion-Rate ist, desto überzeugender ist der Online-Shop gestaltet.

Fiktives Rechenbeispiel:
Von 1000 Besuchern eines online Shops kaufen 30.  Die Conversion-Rate liegt bei 3%.
Faustformel: Käufer*100/Besucher=Conversion-Rate

Online-Shops investieren viel Zeit und Geld in die kontinuierliche Optimierung ihrer Conversion-Rate. Denn sie wissen: Wer sich nur darauf konzentriert mehr Besucher auf den Online-Shop zu schaufeln (“Traffic zu erzeugen”) und nicht daran arbeitet, dass sie auch kaufen, der verbrennt einen Großteil seines Marketingbudgets.

Fiktives Rechenbeispiel:
Es kostet Sie 1000€ Werbebudget, um 1000 neue Besucher:innen zu ihrem Online-Shop zubringen.
Bei einer Conversion-Rate von 3% werden 30 Besucher:innen zu Käufer:innen. Das bedeutet jeder Kauf hat 33,33€ Marketingbudget gekostet. 
Bei einer Conversion-Rate von 12% werden 120 Käufe getätigt. Das bedeutet, jeder Kauf kostet nur noch  8,3€ Marketingbudget. 
Allein durch die Conversion-Optimierung hat der Online-Shop den Effekt seines Marketings vervierfacht.

2. Der „Kaufprozess” für einen neuen Job

Blicken wir nun auf den „Kaufprozess“ für einen neuen Job: Auch hier gibt es Kandidat:innen, die über Job-Werbung auf ein Unternehmen aufmerksam werden.  Gleichzeitig nutzen immer  mehr Jobsuchende Google, um Stellenangebote zu finden.

Doch wer dort auf einen angebotenen Job klickt, landet – anders als beim Matratzenkauf –  nicht auf einem attraktiv gestalteten Angebot, sondern muss sich durch eine langweilige textbasierte Stellenanzeige quälen.  Warum ist das so?  

Bis heute fokussieren sich zu viele Unternehmen alleine darauf, ihren Stellenangeboten mehr Reichweite zu verschaffen – auch um den Traffic auf ihren Karriereseiten zu erhöhen.
„Wie erreiche ich Kandidat:innen für diese Jobs“ erscheint oft als die dringendste Frage, die sich Recruiter:innen stellen. 

Dabei haben viele Unternehmen ihre eigene Karriereseite – im übertragenen Sinn ihren Online-Shop für Jobs –nicht im Blick.  Aus eigenen Analysen wissen wir, dass klassische Karriereseiten lediglich 1-3% der Besucher motivieren, sich online zu bewerben.  Die Gründe dafür sind vielfältig und individuell: undurchdachten Nutzerführung, schlechte Suchfunktionen, veraltete Inhalte, komplizierte Bewerbungsformulare. 

Aber meist bleiben diese Probleme unerkannt, weil in vielen Unternehmen die Daten und das Wissen darüber fehlen, wie sich die Performance der eigenen Karriereseite steigern lässt. 

Doch ohne einen ganzheitlichen Blick, der auch die Karriereseiten einbezieht, verschenken Unternehmen wertvolle Energie. Stellen Sie sich nur vor, Bett1 würde die Verbesserung des eigenen Online-Shops einfach ignorieren.

Um Recruiter:innen zu helfen, einen ganzheitlichen Blick einzunehmen und die Ebenen und die Stellschrauben für erfolgreiche Talentakquise zu verstehen, haben wir dieses Schaubild entwickelt:

Wie Sie sehen, ist es analog zum Beispiel von Bett1.de gestaltet. In der talentsconnect Academy nutzen wir dieses Schaubild, um gemeinsam mit Recruiting-Entscheider:innen ihren “digitalen Kaufprozess für Jobs” zu diskutieren, Schwachstellen zu identifizieren und neue Lösungsansätze zu konzipieren.

Denn ganz ähnlich zum E-Commerce lautet die Erfolgsformel für digitales Recruiting eigene Werbung, bei Google gefunden werden, sowie eigene Karriereseite mit einfacher Online-Bewerbung. 

Die Faustformel lautet:
Besucher (Traffic) * Conversion-Rate (Karriereseite)  = Bewerbungen


Fassen wir nochmal zusammen: Von einem E-Commerce Beispiel wie Bett1.de können Recruiter:innen lernen, wie digitale Angebots- und Entscheidungsprozesse funktionieren. Zudem zeigt der Vergleich, wie wichtig es ist, einen Großteil der Aufmerksamkeit auf eine funktionierende und performante Karriereseite zu richten. Die Karriereseite ist quasi Ihr Online-Shop für Jobs – und je ansprechender sie gestaltet ist, desto mehr passende Bewerbungen gehen bei ihnen ein. Das schont das Recruiting-Budget und freut die Kolleg:innen aus den jeweiligen Fachabteilungen.

Den ersten Schritt, um Ihren “Kaufprozess” zu optimieren sind Sie bereits gegangen: Sie haben diesen Artikel bis zu Ende gelesen. 

Wenn Sie die Ähnlichkeit zwischen Online-Recruiting und E-Commerce neugierig gemacht hat, empfehlen wir Ihnen unser Whitepaper:

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Und um noch mehr über dieses und weitere digitale Recruiting-Themen von unseren Expert:innen zu erfahren, sind Sie selbstverständlich eingeladen, kostenlos an der talentsconnect Academy teilzunehmen.

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Photo by bruce mars on Unsplash

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